Neues Verpackungsgesetz: Mehr Recycling in Deutschland
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Neues Verpackungsgesetz: Mehr Recycling in Deutschland

07.06.2017 • Länge 00:02:32

Neues Verpackungsgesetz: Mehr Recycling in Deutschland

Beim Thema Mülltrennung sind die Deutschen nach wie vor Weltmeister und das ist auch gut so! Denn durch konsequentes Recycling und Verwerten der Abfälle werden nicht nur wichtige Rohstoffquellen geschont, auch das Klima profitiert deutlich. Doch hinsichtlich der tatsächlichen Recyclingquoten geht noch mehr. Nach jahrelangem Hin und Her ist am 12. Mai dieses Jahres das so genannte Verpackungsgesetz verabschiedet worden, mit dem die Recyclingquoten für Abfälle aus den Gelben Tonnen bzw. Säcken deutlich angehoben werden. Heute - am bundesweiten Tag der Verpackung - wollen wir einmal schauen, wie weit die Technik denn heute schon ist und was überhaupt aus dem Abfall wird, der in der Gelben Tonne landet.

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Wenn der Müllwagen die gelben Säcke abholt, ist alles noch Handarbeit. Doch spätestens in der Sortieranlage ist damit Schluss. Eine davon gehört einem der größten Recyclingunternehmen Deutschlands, der Alba Group, und steht in Berlin. Dort landen täglich 400-500 Tonnen an gebrauchten Verpackungen.

O-Ton: "Die Abfälle werden hier vollautomatisch in verschiedene Wertstoffarten getrennt und werden dann als Sekundär-Rohstoffe der Industrie wieder zur Verfügung gestellt", (0'09)

erklärt der Leiter der Anlage Björn Schwich. Bislang landen zu viele dieser recycelbaren Wertstoffe im Restmüll und werden verbrannt. Gleichzeitig führen die aktuell vorgeschriebenen Verwertungsquoten dazu, dass ein Teil der Stoffe aus der Gelben Tonne nur energetisch verwendet wird. Dies soll nun mit dem beschlossenen Verpackungsgesetz und den darin enthaltenen Recyclingquoten von bis zu 90 Prozent anders werden. Für den Verbraucher ändert sich nichts, die vom Restmüll getrennte Sammlung der Verpackungsabfälle bleibt bestehen.

O-Ton: "Ich begrüße die höheren Vorgaben für Wertstoffquoten, weil das dafür sorgt, dass mehr wieder in den Material-Kreislauf reingegeben wird und weniger verbrannt wird." (0'09)

Rund 95 % des Mülls können moderne Anlagen sortenrein trennen. Und auch immer mehr Produzenten greifen auf Sekundärrohstoffe zurück wie z.B. die deutsche Automobilbranche. Dr. Dieter Schmid von VW in Wolfsburg:

O-Ton: "Recycelte Materialien spielen heute in der Neufahrzeugproduktion eine erhebliche Rolle: Es gibt modellspezifische Unterschiede, aber im Großen und Ganzen wird die Größenordnung von 40 % bei mehreren Modellen bestätigt - so beim Golf, beim Polo und auch beim neuen Sharan." (0'15)

Fazit: Mit dem neuen Gesetz wird noch mehr richtig recycelt. Die von uns Deutschen mit Leidenschaft betriebene Mülltrennung lohnt sich also künftig noch mehr.




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