Mit Sack und Pack ins Grüne: Campingurlaub liegt bei Familien im Trend
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Mit Sack und Pack ins Grüne: Campingurlaub liegt bei Familien im Trend

24.06.2015 • Länge 00:05:48

Mit Sack und Pack ins Grüne: Campingurlaub liegt bei Familien im Trend

Kein Hotel-Lärm, keine Warteschlangen am Buffet und einfach draußen in der Natur sein: Campingurlaub erfreut sich hierzulande großer Beliebtheit. Aber wie sollte eigentlich die Ausrüstung aussehen? Was im Gepäck auf keinen Fall fehlen darf und worauf man bei einem Urlaub mit Zelt und Schlafsack achten sollte, darüber spreche ich jetzt mit dem Camping-Experten Martin Bielig.

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1.    Herr Bielig, was ist für Sie das Besondere am Camping-Urlaub und speziell am Familiencamping?

O-Ton 1: „Für uns ist das Wichtigste am Camping, dass man mit der Familie 24 Stunden rund um die Uhr zusammen ist. Das sind die intensivsten Tage, die man als Familie im Jahr hat, weil sich keiner aus dem Weg gehen kann, man macht immer irgendwas zusammen, man isst zusammen, es ist jeder da beim Essen, niemand hat Termine oder muss weg. Und man befasst sich mehr, man redet mehr als das im normalen Alltag ist, weil dann doch stressigere Situationen vorhanden sind. Es ist einfach ein intensives Draußen-sein mit der Familie.“ (0´34)

2.    Was zeichnet denn einen guten Campingplatz aus?

O-Ton 2: „Wir legen als erstes die Region fest, in die wir fahren möchten. Und dann wird im Internet geguckt nach Campingplatz-Bewertungen, nach Erfahrungen von anderen Campern. Und was uns ganz wichtig ist, wir gucken als erstes, wie die sanitären Anlagen sind, die Badehäuser, die WCs. Das kann man im Internet meistens sehr gut recherchieren. Und wenn das alles stimmt, so haben wir die Erfahrung gemacht, dann kann bei einem guten Urlaub eigentlich nichts mehr schiefgehen.“ (0´24)

3.    Kommen wir zum Equipment: Was gehört für einen Familien-Camping-Urlaub zur Grundausstattung?

O-Ton 3: „Ein vernünftiges Zelt ist das A und O. Damit steht und fällt der Urlaub. Ganz wichtig: Die Größe sollte stimmen. Also ich sollte mir vor dem Kauf natürlich bewusst sein, für wie viele Leute ich das brauche. Brauche ich das, um es schnell aufzubauen, oder bin ich länger an einem Standort? Und dann kommt natürlich alles Drumherum. Dann hat man natürlich seinen vernünftigen Schlafsack, damit es nicht zu kalt wird. Wir haben einen Gaskocher zum Essen kochen. Wir haben eine Kühlbox dabei, Tisch und Stühle zum Klappen. Dann sollte man immer ein Verlängerungskabel dabei haben, sodass man sich auch irgendwo Strom holen kann, um vielleicht mal das Handy zu laden. Das sind, denke ich, die wichtigsten Sachen, die man braucht.“ (0´38)

4.    Der Aufbau des Zeltes ist vor allem für ungeübte Camper oft schwierig. Haben Sie Tipps, wie man das am besten hinbekommt?

O-Ton 4: „Was ein riesiger Vorteil bei Outwell-Produkten ist, dass man sich von jedem Zelt eine Aufbau-Demonstration bei YouTube angucken kann. Dann sollte man natürlich, auf jeden Fall bevor man in den Urlaub fährt, das Handling zu Hause im Garten oder auf einer freien Wiese einfach mal an einem Sonntagnachmittag mal ausprobieren, dass man mit seinen Liebsten mal rausfährt, das Zelt mal auspackt und mal hinstellt und auch guckt, wie lange brauche ich denn überhaupt, bis das Zelt steht.“ (0´27)

5.    Nun gibt es sogar Zelte, die sich fast von alleine aufbauen. Wie muss ich mir das vorstellen?

O-Ton 5: „Da hat man kein übliches Gestänge mehr mit Glasfaser- oder Metallstangen, sondern es ist ein Luftkammer-System, wobei dieses ganze Zelt mit verschiedenen Luftröhren durchzogen ist. Und man pumpt das mit einer Doppelhubpumpe einfach auf. Und so kann man auch ein 5-6-Mann-Zelt innerhalb von zehn bis 15 Minuten komplett aufbauen. Das ist für einen Laien natürlich auch ideal, weil man nicht gucken muss, welche Stange wohin muss. Ich muss mein Zelt einfach nur aufrollen, auf die Unterlage legen, ausbreiten entsprechend und dann fange ich von hinten nach vorne an, die einzelnen Luftkammern einfach aufzupumpen, drehe die Ventile zu, mache dann nur noch meine Heringe außen am Zelt fest, und dann steht der ganze Palast.“ (0´45)

6.    Sind solche Zelte denn auch stabil?

O-Ton 6: „Outwell hat ein eigenes Test-Zentrum, wo die Zelte auf Sturmsicherheit, Regensicherheit und gegen eventuelle andere äußere Einflüsse getestet werden. Und da sind diese Tests bei diesen Zelten natürlich auch gemacht worden. Und sie sind nicht weniger stabil als herkömmliche Zelte auch.“ (0´21)

7.    Zusammenfassend: Woran erkennt man die Qualität eines guten Zeltes?
O-Ton 7: „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn das Zelt zu klein ist. Also über die Größe sollte man sich vorher wirklich einen Kopf machen: Mit wie vielen Leuten fahre ich immer? Möchte ich immer ein großes Zelt oder ein Zelt mit Erweiterung haben, was ich flexibel einsetzen kann? Dann immer darauf achten: Ist das Zelt wirklich sturmerprobt? Steht da nicht nur „mit Abspannsystem“ drauf und es sind ein paar Blechringe dabei, sondern steht da wirklich „windfest bis Sturmstärke 9 oder 10“ drauf? Ist das auch getestet? Und dann natürlich: Wie kann ich mein Zelt aufrüsten? Gibt es zum Beispiel Überdächer oder ich möchte vielleicht einen passenden Innenraumteppich für mein Zelt noch dazu bekommen, dann bekomme ich bei Outwell eigentlich für jedes Zelt einen grundriss-geschnittenen Teppichboden, den ich mit ins Zelt legen kann, damit es einfach gemütlicher wird.“ (0´50)

8.    Und die letzte Frage: Welche Tipps geben Sie allen Neu-Campern, die jetzt einen Familienurlaub mit Zelt planen? Was sollten die grundsätzlich beachten?

O-Ton 8: „Generell natürlich erst mal meine Grundausstattung. Also Zelt, Zubehör, was brauche ich, möchte ich dort kochen? Brauche ich genügend Liegeflächen, Schlafstätten für meine Familie? Das ist die Grundausstattung. Wichtig ist: Sich früh genug um einen guten Stellplatz in der Feriensaison zu kümmern. Wir haben die Erfahrung gemacht, wenn man nicht spätestens im Januar seinen Zeltplatz bucht, dann muss man gucken, was übrig ist. In der Hauptsaison, braucht man nicht mehr anfragen, ob man noch irgendwo einen Campingplatz bekommt für ein großes Zelt, weil das alles ausgebucht sein wird.“ (0´35)

Vielen Dank, Martin Bielig! Viele weitere Infos und Videos gibt es unter www.outwell.de.




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